Hebräerbrief 11,1–7
Leitvers 11,6
„Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.“
Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr 2011! Preiset Gott, dass er uns im vergangenen Jahr mit seiner Treue und Barmherzigkeit geführt und gesegnet hat. Möge Gott Euch auch im neuen Jahr 2011 mit seiner Treue, Barmherzigkeit und Souveränität führen und Euch segnen. Zum Beginn des neuen Jahres möchten wir aufgrund des Hebräerbriefes Kapitel 11 über das Wesen des Glaubens und den Gott gefälligen Glauben nachdenken.
Hebräerbrief Kapitel 11 wurde in der Zeit geschrieben, wo die harte Verfolgung von Nero nahte. Der Verfasser ermutigt die Gläubigen in dem Brief, dass sie in der Zeit der Verfolgung und Bedrängnisse Helden des Glaubens sein sollen, die Gott erfreuen. Lasst uns heute über das Wesen des Glaubens nachdenken und einige Beispiele von Menschen kennen lernen, die durch den Glauben lebten, der Gott gefiel.
I. Das Wesen des Glaubens (1-3)
Sehen wir uns Vers 1 an: “Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.” Was ist der Glaube? Gemäß Vers 1 handelt es sich bei dem christlichen Glauben weder um eine vage Vermutung noch um eine ungewisse Erwartung. Vielmehr ist der Glaube definiert als eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Glaube ist unsichtbar, aber dennoch eine geistliche Realität. Glaube schließt auch die Hoffnung mit ein.
Durch den Ungehorsam des einen Menschen, Adam, wurden alle Menschen zu Sündern. Gott aber hatte Glauben und setzte seine große Hoffnung auf einen scheinbar hoffnungslosen 75 Jahre alten Mann, Abram, um ihn zu einem Segen zu machen. Zu jener Zeit war Abram sehr verzweifelt, weil seine Frau unfruchtbar war, weil er keinen Sohn bekommen konnte und nun schon alt und müde geworden war. Aber Gott sprach zu Abram: “Ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.” (1.Mose 12,2) Gottes Glaube, Abram zu einem Segen zu machen, war letztendlich Gottes Glaube, alle Völker aller Nationen zu segnen (1.Mose 12,3). Gottes Glaube war wirklich großartig. Vielleicht hatte Abram sich nur einen Sohn gewünscht, aber nicht so viele Söhne, dass sie eine ganze Nation bilden könnten. Abraham hatte nie daran gedacht, eine Quelle des Segens für andere zu werden. Wie aber antwortete er auf die Berufung Gottes? Als Abram Gottes Verheißungswort hörte, stellte er sich nicht taub und ignorierte, was ihm von Gott gesagt worden war. Abram glaubte einfach und hoffte darauf, dass es so geschehen würde, wie Gott zu ihm gesagt hatte.
Auch in Jesu Leben und Werken können wir erkennen, dass Jesus Glauben an Gott hatte. Seine Jünger beispielsweise waren nur einfache Fischer oder Männer vom Lande. Jeder von ihnen war voller menschlicher Wünsche. Jeder hatte seine eigenen Stärken, aber vielmehr noch seine eigenen Schwächen. Doch Jesus hatte Hoffnung für sie und glaubte, dass diese gewöhnlichen und nutzlosen Männer durch seine Worte und durch seine Lebenshingabe als einflussreiche geistliche Leiter aufgestellt werden.
Damit wir den Glauben haben können, der Gott gefällt, müssen wir zunächst wissen, was dessen Grundlage ist. Sehen wir uns Vers 3 an: “Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.” Dieser Vers entspricht dem ersten Vers der Bibel, wo es heißt: “Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.” Die Grundlage des christlichen Glaubens ist der Glaube, dass Gott der Schöpfer aller Dinge und des Lebens ist.
Durch die Bibel erfahren wir, dass Gott den Menschen und die Welt geschaffen hat. Wer an Gott, den Schöpfer, glaubt, der ist ein Kind Gottes. Wer den Schöpfungsglauben hat, erkennt, dass das ganze Universum durch den Befehl Gottes entstanden ist. Durch diesen Schöpfungsglauben erkennen wir, dass Gott die ganze Welt und auch jeden Menschen zu seiner Herrlichkeit mit einem bestimmten Ziel geschaffen hat. Wir glauben, dass Gott der Schöpfer des Lebens ist und leben für die Ehre und Herrlichkeit Gottes, indem wir in heiliger Gottesfurcht vor Gott leben. Denn woran können wir glauben, wenn wir nicht glauben, dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat? Ohne den Schöpfungsglauben können wir nicht glauben, dass Jesus auferstanden ist. Ohne an den Schöpfergott zu glauben, können wir auch nicht an die Wiederkunft Jesu glauben. Wenn wir an den Schöpfergott nicht glauben, können wir an gar nichts glauben. Aber wir glauben an den allmächtigen Schöpfergott. Dieser Schöpfungsglaube ist die Grundlage, die Basis und der Beginn unseres Glaubens. Dann können wir in allen Bereichen unseres Lebens Gottes Souveränität anerkennen und wahrhaft ein Glaubensleben führen.
Betrachten wir Vers 2 an: “Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.” Durch den Glauben an den allmächtigen Schöpfergott, der alle Dinge ins Dasein gerufen hat, der seit jeher lebendig und allgegenwärtig ist, der die Geschicke der Welt lenkt und auch unser Leben souverän führt, durch diesen Glauben haben unsere Glaubensvorfahren Gottes Zeugnis empfangen.
II. Der gottgefällige Glaube Abels, Henochs und Noahs (4-7)
1. Abels Glaube
Sehen wir uns Vers 4 an: “Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott es selbst über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.” Gott bevorzugte Abels Opfer. Auf den ersten Blick scheint Gott hier gegenüber Kain unfair gewesen zu sein. Aber der Hebräerbrief lehrt uns, dass Abels Opfer das bessere Opfer war, weil er es durch den Glauben dargebracht hatte.
Zur Zeit Abels waren die Menschen Gott gegenüber feindlich gesinnt. Sie lebten in der Sünde und befanden sich unter der Herrschaft des Satans. Wegen ihrer Sünde konnten die Menschen es noch nicht einmal ertragen, das Wort “Gott” zu hören, geschweige denn, zu Gott zu kommen. Aber durch den Glauben kam Abel zu Gott. Durch den Glauben kam er mit einem Opfer zu Gott. Er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von dem Fett zu Gott. (Gen 4,4) Die erste Frucht ist für jeden sehr kostbar, denn sie ist die Frucht seiner Arbeit und Mühe. Abel opferte zu Gott sein Kostbarstes und sein Bestes. Bestimmt hat Abel zu Gott gebetet: „Herr, erbarme dich über einen Sünder wie mich.“ Auf diese Weise öffnete Abel den Weg zu Gott, sowohl für sich selbst als auch für alle anderen Menschen. Gott war über Abel sehr erfreut und bezeugte von ihm, dass er gerecht sei. Kain, der ältere Bruder, brachte auch ein Opfer zu Gott, aber nicht, weil er Gott liebte oder Gott von Herzen dankte. Kain hatte andere Beweggründe. Wenn wir Kains spätere Reaktion betrachten, erkennen wir, dass er voller Selbstgerechtigkeit und vergleichender Gedanken war. Obwohl er ein Opfer darbrachte, nahm Gott dieses nicht an. Vielmehr ermahnte ihn Gott, über sein unreines Herzensmotiv Buße zu tun und seine Liebesbeziehung zu Gott zu erneuern. Opfer ist der Ausdruck des Glaubens eines Christen. In Römer 12,1 ermahnt Apostel Paulus uns Christen zum vernünftigen Gottesdienst, dass wir unsere Leiber als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist, hingeben sollen. Wenn wir den Gottesdienst abhalten, dürfen wir nicht wie Kain mit eigener Gerechtigkeit zu Gott kommen, sondern sollen wie Abel Gott um sein Erbarmen bitten. Lasst uns in diesem Jahr lernen, unser Bestes und Kostbarstes Gott zu opfern und einen lebendigen, heiligen und Gott wohlgefälligen vernünftigen Gottesdienst treu zu halten.
2. Henochs Glaube
Sehen wir uns Vers 5 an: “Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe.” In Gen 5,24 heißt es: “Henoch wandelte mit Gott.” In diesem einen Vers ist Henochs ganzes Leben zusammengefasst. Nach dem Sündenfall war die Welt voller gefallener Menschen, voller Atheisten und solcher, die Gott hassten. Niemand erkannte Gott als Gott an oder wandelte mit Gott, außer Henoch. Henoch war der einzige Freund Gottes jener Zeit. Henoch war ein einsamer Mann inmitten der gefallenen Menschen. Sie hassten ihn, weil sein heiliges Pilgerleben ihren sündigen Stolz ständig verletzte. So wurde Hennoch zur Zielscheibe der Witze und des Spotts der gefallenen Menschen. Sie hassten Henoch genauso wie sie Gott hassten. Sie lehnten Henoch ab und wollten nichts mehr mit ihm zutun haben. Schließlich wollten sie ihn sogar umbringen. Hennoch musste um sein Leben laufen. Aber er fand kein Versteck in dieser Welt. Deshalb entrückte Gott ihn in den Himmel, damit ihm der grausame Tod durch die Hand der gottlosen Leute erspart bliebe. Weil sich Henoch nicht dem sündigen Druck beugte und sich nicht den gottlosen Menschen anpasste, um ihnen zu gefallen, sondern weil er als Gottes Freund treu mit Gott wandelte, empfing auch er Gottes Zeugnis. Lasst uns wie Henoch treu mit Gott wandeln.
3. Noahs Glaube
Sehen wir uns Vers 7 an: “Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.” Die Zeit Noahs, die Zeit von Sodom und Gomorra und die Zeit gegen Ende des Römischen Reiches waren alles Zeiten der Unmoral und Gesetzlosigkeit. Die Menschen zu Noahs Zeit lebten gemäß ihrer sündigen Natur. Sie waren gottlos und hassten Gott und Gottes Leute. Aber Noah war ein gottesfürchtiger Mann. Als Gott über sein Gericht durch die Sintflut ankündigte, glaubte Noah an Gottes Gericht. Als Gott ihn aufforderte eine große Arche zu bauen, gehorchte er ohne “wenn und aber”. Noah ehrte Gott als Gott und achtete Gottes Wort als Gottes Wort. Die Menschen seiner Zeit jedoch kritisierten ihn und verspotteten ihn und nannten ihn einen Verrückten, einfach weil er ein Glaubensleben führte. Aber Noah achtete Gottes Wort höher als die Meinung der Menschen.
Noah wurde von Gott nicht verdammt. Gottes Zorn kam aber über diejenigen, die Noah abgelehnt, sich über ihn lustig gemacht und schlecht über ihn geredet hatten. Noah glaubte, dass Gott lebendig ist und das Leben der Menschen gemäß seiner Souveränität und Verheißungen lenkt. Noahs Glaube war der Glaube an den Unsichtbaren. Gottes Gericht und Errettung sind unsichtbar. Aber Noah glaubte, dass Gottes Gericht sicher kommt und Gott denen, die ihm praktisch gehorchen, die Errettung schenkt. 120 Jahre lang baute Noah unter großer Anstrengung und Mühe die riesige Arche der Errettung. Offenbarung 21,8 sagt über den zweiten Tod: „Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.“ Alle Ungläubigen und Götzendiener werden in den Pfuhl geworfen werden, der mit Feuer und Schwefel brennt. Wir sollen diese Warnung Gottes annehmen und an Jesus, die Arche der Errettung, glauben. Wir sollen wie Noah Gott von ganzem Herzen gehorchen.
III. Der Glaube, der Gott wohl gefällt (6)
Sehen wir uns Vers 6 an: “Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.” Dieser Vers lehrt uns zwei Dinge, wie wir den Glauben haben können, der Gott wohl gefällt. Als erstes müssen wir glauben, dass Gott existiert. Weil Gott Geist ist, ist er unsichtbar. Darum sagen viele Menschen, dass Gott nicht existiert. Aber unser Gott existiert, ist mitten unter uns und lenkt die Weltgeschichte und hält unser Leben in seiner Hand. Wie wir wissen, ist das Gebet das Maß des Glaubens. Wer an Gott glaubt, der betet. Wer nicht glaubt und aus seinem Selbstvertrauen heraus lebt, der betet nicht. Weil wir glauben, dass Gott jetzt mitten unter uns lebt und souverän seinen Heilsplan gemäß seiner Verheißung treu erfüllen wird, kommen wir jeden frühen Morgen zu ihm und beten wir zu Gott.
Zweitens müssen wir glauben, dass Gott denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. „Ihn suchen“ ist in English: „earnestly seek him“. Das bedeutet, dass wir Gott ernsthaft und beharrlich suchen. 2.Chronik 16,9(S.452) sagt: „Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärkte, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“ Diejenigen jedoch, die nach Gottes Belohnung trachten, indem sie sich dafür entscheiden, allein für die Herrlichkeit Gottes zu leben, erhalten das ewige Leben und das Reich Gottes. Weil Mose auf die Belohnung Gottes schaute, wollte er nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharaos leben, sondern vielmehr mit dem Volk Gottes zusammen leiden. Weil Apostel Paulus die Krone der Gerechtigkeit schaute, konnte er bis zum Ende den Glaubenslauf laufen und vollenden. Er konnte die Gläubigen ermutigen, wie er in 1.Korinther 15,58 geschrieben hat: „Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“ Wenn wir glauben, dass Gott denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt, dürfen wir Verfolgung, Bedrängnisse und widrige Umstände überwinden und unseren Glauben festhalten und unsere Mission, die Gott unserem Leben gegeben hat, erfüllen und Gott erfreuen. Weil Gott lebt und diejenigen belohnt, die ihn suchen, gehorchen wir seinem höchsten Gebot, indem wir Gott von ganzem Herzen von ganzer Seele und mit all unserer Kraft lieben und unsere Nächsten wie uns selbst lieben.
Heute haben wir das Wesen des Glaubens und den Gott gefälligen Glauben kennengelernt. Der Glaube ist eine feste Zuversicht und ein Nichtzweifeln. Die felsenfeste Grundlage unseres Glaubens und unseres Lebens ist, dass Gott der Schöpfergott ist und er Himmel und Erde geschaffen hat. Um Gottes Zeugnis, d. h. Gottes Anerkennung zu bekommen, brauchen wir unbedingt den Glauben, der Gott gefällt. Dies ist der Glaube, den Abel, Henoch und Noah hatten. Lasst uns durch den Glauben leben, der Gott gefällt.
]]>1. Mose 25,1-18
1. Mose 25,5
“und Abraham gab all sein Gut Isaak.”
Abraham nahm wieder eine Frau, die hieß Ketura. Sie gebar Abraham Simran und Jokschan, Medan und Midian, Jischbak und Schuach. Insofern wurde Abraham ein Vater vieler Völker durch seine leiblichen Nachkommen (1-4). Abraham aber schickte alle anderen Söhne zu seiner Lebzeit fort. Er gab all sein Gut Isaak. Abraham starb mit hundertundfünfundsiebzig Jahren und wurde in der Höhle von Machpela begraben. Den Glauben Abrahams erbte jedoch Isaak allein. Nach dem Tod Abrahams segnete Gott Isaak. Isaak wohnte an einem Ort namens „Brunnen des Lebendigen, der mich sieht“. Gott verlangt von Menschen nicht große menschliche Kraft, sondern den Glauben an ihn. Isaak glaubte an den Gott, der ihn sieht (5-11). Der Verfasser führt das Geschlecht Ismaels auf. Er bemerkt jedoch über sein Geschlecht, dass er allen seinen Brüdern zum Trotz lebte. Warum? Weil Ismael nicht aus dem Glauben an Gott, sondern aus seiner eigenen Kraft lebte. Wirst du Ismael verdammen? Dann verdammst du dich selbst. Du kannst dich jedoch wie Abraham um die wahre Hoffnung kümmern, indem du all dein Gut Isaak gibst. Du kannst wie Isaak durch den Glauben an Gott, der dich sieht, leben (5,12-18).
]]>1. Mose 25,19-28
1. Mo 25,23 “Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Volk wird sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.”
Es scheint normal zu sein, dass ein Ehepaar irgendwann Kinder bekommt. Aber das ist nicht immer so. Mit vierzig Jahren heiratete Isaak glücklich seine Frau Rebekka. Aber Rebekka blieb unfruchtbar, bis Isaak sechzig wurde. Er hätte seine Kinderlosigkeit als Schicksal annehmen können. Er glaubte jedoch, dass Gott allmächtig ist und ihr ein Kind geben kann. Wenn man für ein Problem trotz der Zweifel durch den Glauben an die Macht und die Liebe Gottes betet, kann man Gottes Allmacht erfahren (19-21). Bei der Schwangerschaft von Rebekka tauchte erneut ein Problem auf, denn in ihrem Leib stießen sich zwei Kinder miteinander. Als Rebekka deswegen den Herrn befragte, sprach der Herr, dass es in ihrem Leib zwei Völker gab und der Jüngere dem Älteren überlegen sein wird. Rebekka hätte gegen Gott den Einwand erheben können, wie der Herr so parteiisch sein und vor der Geburt das Schicksal bestimmen könne? Aber sie erkannte die Souveränität Gottes an und so begann eine lange Geschichte, die in ihrem Leib den Anfang nahm (22-28).
]]>Matthäus 9,35-38
Mt 9,36 “Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.”
Jesus war der wahre Hirte, den Gott verheißen hatte (Hes 34,15; 23-24). Er ging überall hin, um die Frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen. Er sah das Volk, das von den gierigen und selbstsüchtigen religiösen Leitern und von den unbarmherzigen Königen und Herrschern unterdrückt wurde. Sein Herz jammerte ihm, als er die orientierungslosen Menschen sah, die so beladen und hilflos waren, wie Schafe ohne einen Hirten. Er wusste, dass der wahre Unterdrücker der Menschen der Satan ist, weil alle Menschen in seinem finsteren Reich gefangen sind, bis sie von dem Messias befreit werden. Jesus verkündigte die Frohe Botschaft, dass alle Menschen Buße tun und durch den Glauben an Gott in Gottes Reich kommen dürfen.
Jesus sah, dass die Menschen auf Hirten warteten, die sie Gottes Wort lehrten und ihnen Gottes Liebe zeigten. Darum sagte er seinen Jüngern, dass sie dafür beten sollten, dass der Herr der Ernte Arbeiter in seine Ernte sendet.
]]>Matthäus 9,27-34
Mt 9,33b “Und das Volk verwunderte sich und sprach: So etwas ist noch nie in Israel gesehen worden.”
Nachdem Jesus ein Mädchen vom Tod auferweckt hatte, verbreitete sich die Kunde von Jesus immer weiter. Zwei blinde Männer liefen ihm nach und schrieen: „Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!“ Sie glaubten, dass Jesus der Messias und der Heiland war, den Jesaja prophezeit hatte (Jes 35,5). Jesus gab ihnen die Gelegenheit, ihren Glauben zu bekennen, dann berührte er ihre Augen und ihre Augen wurden geöffnet. Jesus weist niemanden von sich, der im Glauben zu ihm kommt und ihn um seine Barmherzigkeit bittet. Danach brachten sie einen stummen Mann zu Jesus. Er war stumm, weil er von einem bösen Geist besessen war. Jesus trieb den bösen Geist von ihm aus und der Mann konnte wieder sprechen. Das Volk verwunderte sich, weil sie sehen konnten, wie sich die Prophezeiungen von Jesaja erfüllten. Es hatte noch nie einen Menschen wie Jesus gegeben. Diejenigen, die mit unverfälschten Augen sahen und Ohren hörten, konnten erkennen, dass Jesus der Christus war, der von Gott in diese Welt gesandt worden ist. Aber die Sicht der Pharisäer war geschädigt durch deren vorgefasste Meinung. Sie schrieben das gnädige Werk Gottes dem Satan zu und begingen dadurch eine große Sünde.
]]>Mt 9,22 “Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.”
Ein Vorsteher der Synagoge kam zu Jesus. Seine Tochter war gerade gestorben, aber er wollte sie nicht aufgeben. Sein Glaube an Jesus war bewundernswert, denn er glaubte sogar daran, dass Jesus den Tod besiegen kann. Jesus stand auf und ging mit ihm.
Eine verzweifelte Frau tauchte hinter Jesus auf. Sie hatte seit 12 Jahren ein schamvolles Problem, nämlich den Blutfluss. Sie fühlte sich zu wertlos, Jesus um seine Hilfe zu bitten, aber sie hatte Glauben. Sie trat von hinten an Jesus heran und berührte sein Gewand und wurde geheilt. Jesus wollte, dass sie ihren Fatalismus überwand. Er sagte: „Sei getrost.“ Er betrachtete sie nicht als wertlos. Er nannte sie „Meine Tochter.“ Er heilte ihren Körper und ihr Herz.
Als Jesus schließlich zu dem Haus des Vorstehers kam, fand er dort eine laute Menge von Trauernden vor. Sie lachten über den Glauben. Darum schickte er sie hinaus, ging zu dem Mädchen und nahm ihre Hand und heilte sie.
Gottes Segen für den heutigen Tag!
]]>Mt 9,17b “Sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, so bleiben beide miteinander erhalten.”
Jesu Jünger schienen nicht religiös genug zu sein. Darum fragten einige von Johannes’ Jüngern Jesus, warum seine Jünger nicht wie sie und wie die Pharisäer fasteten. Jesu Antwort erklärt, warum das Evangelium die Frohe Botschaft ist. Erstens, ist das christliche Leben fröhlich wie ein Hochzeitsfest. Jesus ist der Bräutigam. Seine Jünger sind die Gäste (oder die Braut). Wenn Jesus anwesend ist, sind wir fröhlich und können ein Fest feiern. Aber wenn er nicht anwesend ist, müssen wir fasten und beten.
Religiöse Zeremonien und eine fromme Erscheinung können das Herz eines Menschen nicht verändern. Das Evangelium ist die Frohe Botschaft, weil es uns zu einer neuen Kreatur verändert. Die Menschen, die nicht verändert werden möchten, lehnen das Evangelium ab. Sie sind wie alte Weinschläuche oder wie ein altes Kleidungsstück. Wenn der neue Wein des Evangeliums in Menschen ausgegossen wird, die wie alte Weinschläuche sind, werden diese nur ärgerlich und versuchen sich zu verteidigen, weil sie nicht verändert werden oder nicht als Jünger Jesu wachsen wollen.
Gottes Segen für den heutigen Tag
]]>Matthäus 9,9-13
“9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm. 10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern. 11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern? 12 Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.« Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.”
Früher war Matthäus, der Verfasser dieses Evangeliums, ein Zöllner gewesen. Zu der damaligen Zeit wurden die Zöllner als öffentliche Sünder gebrandmarkt. Sie waren Ausgestoßene in der Gesellschaft. Sie waren Betrüger, die von ihrem eigenen Volk für ihre eigene Tasche Geld kassierten. Matthäus war dieses Lebens müde und wollte sein Leben ändern. Doch als er aus diesem Leben herauskommen wollte, schien alles schon zu spät zu sein. Doch eines Tages sah Jesus am Zoll sitzen und lud ihn ein: „Folge mir!“ Jesus gab ihm die Chance, über sein altes Leben Buße zu tun und ein neues Leben in der Nachfolge Jesu zu beginnen. Matthäus nahm diese Einladung sofort an. Er verließ sein Zöllnerbüro und folgte Jesus nach. Matthäus wurde von einem selbstsüchtigen Zöllner zu einem Diener Gottes und zu St. Matthäus verändert, der dieses Matthäusevangelium schrieb. Matthäus feierte sein neues Leben mit einer Dinner Party. Er lud alle seine ehemaligen Zöllnerkollege ein, damit sie sich mit ihm freuen und Jesus kennen lernen konnten.
Jesus beruft die Sünder und möchte ihnen ein neues Leben schenken. Er möchte uns verändern von selbstsüchtigen, einsamen Menschen zu seinen glücklichen Nachfolgern, so wie Matthäus es wurde. Ein selbstsüchtiges Leben scheint uns viele kurzfristige Vorteile zu bringen, doch es macht uns auf lange Sicht nicht glücklich und selig. Ein Leben in der Nachfolge und ein gebendes Leben für die anderen macht uns selig.
Gottes Segen für den heutigen Tag!
]]>Matthäus 9,1-8
“1 Da stieg er in ein Boot und fuhr hinüber und kam in seine Stadt. 2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gelähmten, der lag auf einem Bett. Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 3 Und siehe, einige unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. 4 Als aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Böses in euren Herzen? 5 Was ist denn leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh heim! 7 Und er stand auf und ging heim. 8 Als das Volk das sah, fürchtete es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.”
Einige Männer brachten einen Gelähmten zu Jesus, der auf einem Bett lag. Er war hilflos und nur eine Last für seine Mitmenschen. Jesus freute sich über den Glauben dieser Männer. Sie waren wahrscheinlich seine Freunde. Sie hatten ihn zu Jesus gebracht, weil sie glaubten, dass er ihren gelähmten Freund heilen konnte. Als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: “Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben.” Warum sagte Jesus: “Deine Sünden sind dir vergeben.”, obwohl er doch physisch gelähmt war? Jesus sah die Ursache für seine Lähmung nicht in seiner physischen Krankheit begründet, sondern in seiner Sünde. Was ist Sünde? Sünde gleicht Lähmung. Sünde lähmt uns, für Gottes Ehre zu leben. Sünde lähmt uns, fleißig zu arbeiten und das zu tun, was wir tun sollen. Jesus liebt uns und er möchte uns heilen. Er spricht zu uns: “Mein Sohn, meine Tochter, deine Sünden sind Dir vergeben.” Er ist bereit, uns unsere Sünden zu vergeben, dass wir wieder aufstehen und wieder für ihn nützlich werden können.
Gottes Segen für den heutigen Tag!
]]>Matthäus 8,28-34:
“28 Und er kam ans andre Ufer in die Gegend der Gadarener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene; die kamen aus den Grabhöhlen und waren sehr gefährlich, sodass niemand diese Straße gehen konnte. 29 Und siehe, sie schrien: Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist du hergekommen, uns zu quälen, ehe es Zeit ist? 30 Es war aber fern von ihnen eine große Herde Säue auf der Weide. 31 Da baten ihn die bösen Geister und sprachen: Willst du uns austreiben, so lass uns in die Herde Säue fahren. 32 Und er sprach: Fahrt aus! Da fuhren sie aus und fuhren in die Säue. Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinunter in den See, und sie ersoffen im Wasser. 33 Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und berichteten das alles und wie es den Besessenen ergangen war. 34 Und siehe, da ging die ganze Stadt hinaus Jesus entgegen. Und als sie ihn sahen, baten sie ihn, dass er ihr Gebiet verlasse.”
Als Jesus in der Gegend der Gadarener vorbeikam, kamen ihm zwei Besessene entgegen, die von bösen Geistern gequält wurden. Jesus ließ die bösen Geister in eine Herde Säue fahren, die in der Nähe waren. Jesus erachtete die Heilung der beiden besessenen Gadarener für viel kostbarer als die Herde Säue.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Materialismus vorherrscht. Wir verlieren den Blick für den Menschen und erachten die Herde Säue für kostbarer. Es gibt viele Menschen, die unter Depressionen leiden, weil sie dem Leistungsdruck oder den Erwartungen der Menschen nicht gerecht werden können. Sie brauchen Jesus. Sie brauchen jemanden, der sie liebt und sie annimmt, wie sie sind und ihnen neue Kraft und Hoffnung schenkt. Jesus lädt uns ein: “Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.” (Matthäus 11,28)
Gottes Segen für den heutigen Tag!
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